Seit einigen Jahren werden im Nationalpark Thayatal und im benachbarten Nationalpark Podyjí immer wieder Waschbären nachgewiesen. Mit einem gemeinsamen Artenschutzprojekt wollen die beiden Nationalparks die weitere Ausbreitung dieser invasiven Tierart verhindern und damit die heimische Artenvielfalt schützen. Dafür wird ein grenzüberschreitendes Managementkonzept entwickelt und in enger Zusammenarbeit mit der örtlichen Jägerschaft umgesetzt.
Gebietsfremde Tier- und Pflanzenarten, sogenannte Neobiota, gelangen häufig durch menschlichen Einfluss in neue Lebensräume. Manche dieser Arten können sich stark ausbreiten und heimische Ökosysteme beeinträchtigen. Zu diesen invasiven Arten zählt auch der ursprünglich aus Nordamerika stammende Waschbär (Procyon lotor). Als äußerst anpassungsfähiger Allesfresser findet er in Mitteleuropa vielfältige Nahrungsquellen. Seine Nahrung reicht von Früchten und Insekten bis hin zu Amphibien, Vogeleiern und Jungvögeln. Insbesondere für bodenbrütende Vogelarten kann er dadurch zu einem zusätzlichen Fressfeind werden. Auch für die seltene Europäische Wildkatze können durch Konkurrenz um Ressourcen und die Übertragung von Krankheiten Risiken entstehen.
Die ersten Nachweise von Waschbären im Nationalpark Thayatal stammen aus dem Jahr 2018. Mittlerweile belegen Aufnahmen von Wildkameras, dass sich die Tiere im Gebiet fortpflanzen. Auch im angrenzenden Nationalpark Podyjí wurden Waschbären nachgewiesen. Da sich die Population in der Region noch in einem frühen Stadium ihrer Etablierung befindet, bestehen derzeit gute Chancen, eine dauerhafte Ansiedlung und weitere Ausbreitung in den Schutzgebeiten zu verhindern.
Dabei setzt das gemeinsame Artenschutzprojekt der Nationalparks Thayatal und Podyjí an. Im Rahmen des Projekts wird ein grenzüberschreitendes Managementkonzept erarbeitet und umgesetzt, um die Waschbärvorkommen in den beiden Nationalparks und den angrenzenden Waldgebieten gezielt einzudämmen. Mithilfe von Wildkameras werden die Vorkommen erfasst und geeignete Maßnahmen abgestimmt. Ergänzend kommen spezielle Lebendfallen mit elektronischem Meldesystem zum Einsatz, die eine rasche Kontrolle und einen tierschutzgerechten Umgang mit den gefangenen Tieren ermöglichen.
Entscheidend für den langfristigen Erfolg ist die enge Zusammenarbeit über die Staatsgrenze hinweg. Neben den beiden Nationalparkverwaltungen wird auch die örtliche Jägerschaft eingebunden. Durch ihre Gebietskenntnisse und Beobachtungen können Jägerinnen und Jäger wesentlich dazu beitragen, neue Waschbärvorkommen frühzeitig zu erkennen und abgestimmte Maßnahmen zu unterstützen. Da Waschbären jederzeit aus umliegenden Gebieten erneut einwandern können, soll das Monitoring auch über die Projektlaufzeit hinaus fortgesetzt werden.
Das Projekt "Eradication of the raccoon in the Thayatal and Podyjí National Parks" wird im Rahmen des European Invasive Alien Species Rapid-Response Fund von IUCN Save Our Species unterstützt.
28.10.2026
Gebietsfremde Tier- und Pflanzenarten, sogenannte Neobiota, gelangen häufig durch menschlichen Einfluss in neue Lebensräume. Manche dieser Arten können sich stark ausbreiten und heimische Ökosysteme beeinträchtigen. Zu diesen invasiven Arten zählt auch der ursprünglich aus Nordamerika stammende Waschbär (Procyon lotor). Als äußerst anpassungsfähiger Allesfresser findet er in Mitteleuropa vielfältige Nahrungsquellen. Seine Nahrung reicht von Früchten und Insekten bis hin zu Amphibien, Vogeleiern und Jungvögeln. Insbesondere für bodenbrütende Vogelarten kann er dadurch zu einem zusätzlichen Fressfeind werden. Auch für die seltene Europäische Wildkatze können durch Konkurrenz um Ressourcen und die Übertragung von Krankheiten Risiken entstehen.
Die ersten Nachweise von Waschbären im Nationalpark Thayatal stammen aus dem Jahr 2018. Mittlerweile belegen Aufnahmen von Wildkameras, dass sich die Tiere im Gebiet fortpflanzen. Auch im angrenzenden Nationalpark Podyjí wurden Waschbären nachgewiesen. Da sich die Population in der Region noch in einem frühen Stadium ihrer Etablierung befindet, bestehen derzeit gute Chancen, eine dauerhafte Ansiedlung und weitere Ausbreitung in den Schutzgebeiten zu verhindern.
Dabei setzt das gemeinsame Artenschutzprojekt der Nationalparks Thayatal und Podyjí an. Im Rahmen des Projekts wird ein grenzüberschreitendes Managementkonzept erarbeitet und umgesetzt, um die Waschbärvorkommen in den beiden Nationalparks und den angrenzenden Waldgebieten gezielt einzudämmen. Mithilfe von Wildkameras werden die Vorkommen erfasst und geeignete Maßnahmen abgestimmt. Ergänzend kommen spezielle Lebendfallen mit elektronischem Meldesystem zum Einsatz, die eine rasche Kontrolle und einen tierschutzgerechten Umgang mit den gefangenen Tieren ermöglichen.
Entscheidend für den langfristigen Erfolg ist die enge Zusammenarbeit über die Staatsgrenze hinweg. Neben den beiden Nationalparkverwaltungen wird auch die örtliche Jägerschaft eingebunden. Durch ihre Gebietskenntnisse und Beobachtungen können Jägerinnen und Jäger wesentlich dazu beitragen, neue Waschbärvorkommen frühzeitig zu erkennen und abgestimmte Maßnahmen zu unterstützen. Da Waschbären jederzeit aus umliegenden Gebieten erneut einwandern können, soll das Monitoring auch über die Projektlaufzeit hinaus fortgesetzt werden.
Das Projekt "Eradication of the raccoon in the Thayatal and Podyjí National Parks" wird im Rahmen des European Invasive Alien Species Rapid-Response Fund von IUCN Save Our Species unterstützt.
28.10.2026

