Sieben Drehtage war Hermann Maier gemeinsam mit dem Filmteam im Nationalpark Thayatal und im angrenzenden Národní park Podyjí unterwegs. Für die neue Universum-Dokumentation "Hermann Maier: Meine Heimat - Das Thayatal" ging es dabei nicht nur zu bekannten Aussichtspunkten, sondern auch tief hinein in die Arbeit der beiden Nationalparks: zu seltenen Arten, besonderen Lebensräumen und an Orte, die Besucher:innen normalerweise nicht zu Gesicht bekommen.
Während der Dreharbeiten wohnte Hermann Maier in Hardegg, der kleinsten Stadt Österreichs, und der Tagesablauf richtete sich oft weniger nach der Uhr als nach Wetter und Natur. Besonders deutlich wurde das an einem der Drehtage, an dem eigentlich ohnehin ein sehr früher Start geplant war. Nationalpark-Ranger Robert Müllner hatte am Vorabend die Wetterlage beobachtet und vermutet, dass sich am nächsten Morgen Nebel über der Thaya bilden könnte. Kurzerhand wurde der Wecker noch einmal eine Stunde früher gestellt: Statt um vier Uhr begann der Tag bereits um drei Uhr morgens. Der Aufwand zahlte sich aus! Das Filmteam konnte die unglaubliche Morgenstimmung über dem Thayatal einfangen und einzigartige Aufnahmen entstanden.
Diese Drehtage waren lang und für die Beteiligten war oft viel Neues dabei. Für Robert Müllner war es das erste Mal, Teil einer Produktion dieser Größenordnung zu sein. "Es war anstrengend und natürlich auch aufregend, wenn plötzlich drei Kameras auf einen gerichtet sind", erzählt sich der Nationalpark-Ranger. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihm aber die Stimmung im Team: "Auch an langen Drehtagen war die Zusammenarbeit unkompliziert und die Stimmung ausgesprochen gut. Am Abend sind wir zusammengesessen, haben geplaudert und eine richtige "Gaudi" gehabt!"
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit vor der Kamera
Dass der Film den Nationalpark Thayatal nicht für sich alleine betrachtet, sondern den gesamten grenzüberschreitenden Naturraum zeigt, war von Beginn an wichtig. Die Thaya verbindet den österreichischen Nationalpark mit dem wesentlich größeren Národní park Podyjí auf tschechischer Seite, und auch die Dreharbeiten fanden auf beiden Seiten der Grenze statt.
Mit dabei war immer wieder Pavel Müller, Direktor des tschechischen Nationalparks. Durch seine sehr guten Deutschkenntnisse konnte er nicht nur viel über die Natur und die Geschichte des tschechischen Nationalparks erzählen, sondern erwies sich auch vor der Kamera als idealer Gesprächspartner für Hermann Maier. Die seit vielen Jahren enge Zusammenarbeit der beiden Nationalparks wurde so auch im Film ganz selbstverständlich sichtbar.
Für manche Aufnahmen öffneten sich auch Möglichkeiten, die es für Besucher:innen normalerweise nicht gibt. Dazu gehört etwa eine Fahrt mit dem Boot auf der Thaya. Das Befahren des Flusses ist im Nationalpark grundsätzlich nicht erlaubt und nur einmal im Jahr Mitarbeiter:innen der beiden Nationalparks vorbehalten, wenn gemeinsam Neophyten entlang der Ufer entfernt werden. Hermann Maier durfte das Team bei diesem Arbeitseinsatz begleiten und half dabei selbst mit - eine seltene Perspektive auf den Fluss und gleichzeitig ein Einblick in die praktische Naturschutzarbeit. Auch für Nationalparkdirektor Christian Übl war es eine willkommene Abwechslung zur täglichen Büroarbeit: "Bootsfahrten führen wirklich nur sehr selten durch, für mich war es eine große Freude, bei diesem Dreh dabei zu sein. Er symbolisiert auch perfekt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der beiden Nationalparks!"
Auf der Suche nach den kleinen Bewohnern des Thayatals
Nicht alle Protagonisten des Films waren so leicht vor die Kamera zu bekommen. Gemeinsam mit Nationalpark-Biologin Claudia Waitzbauer machte sich Hermann Maier etwa auf die Suche nach dem stark gefährdeten Edelkrebs, der in den klaren Bächen des Nationalparks noch einen geeigneten Lebensraum findet.
"Bei solchen Dreharbeiten merkt man schnell, dass sich die Natur nicht nach einem Drehplan richtet. Hermann Maier war aber sehr geduldig und wirklich interessiert, hat viel nachgefragt und wollte genau verstehen, warum diese Tiere hier vorkommen und was einen intakten Lebensraum für sie ausmacht", erzählt Waitzbauer. Für die Biologin war es eine schöne Gelegenheit, Forschungs- und Naturschutzarbeit einmal einem sehr großen Publikum näherzubringen.
Neben den Drehs mit Hermann Maier waren über einen längeren Zeitraum Kamerateams im Gebiet unterwegs, um Tiere, Pflanzen und Landschaft einzufangen. Einige der Naturaufnahmen im Film stammen von Regisseur Heinz Leger, der derzeit an einer weiteren Universum-Produktion über die Natur des Nationalparks arbeitet. So konnten auch Szenen in die aktuelle Dokumentation einfließen, für die oft sehr viel Geduld und zahlreiche Stunden im Gelände notwendig sind.
Den Abschluss der Dreharbeiten bildete das gemeinsame Abschlussessen auf der Thayabrücke, bei dem alle Protagonist:innen noch einmal zusammenkamen. Nach dem offiziellen Drehschluss gesellte sich auch das Filmteam dazu, bei den Gesprächen blickten die Beteiligten auf die intensiven Drehtage und zahlreiche zauberhafte Momente und Naturerlebnisse zurück. Ein stimmungsvoller Abschluss einer schönen Zusammenarbeit!
Vom Dreh zur Premiere
Nach vielen Monaten Arbeit vor und hinter der Kamera war es am vergangenen Donnerstag schließlich so weit: Am 15. Oktober wurde "Hermann Maier: Meine Heimat - Das Thayatal" erstmals vor Publikum im Nationalparkhaus gezeigt. Viele Mitglieder des Filmteams und zahlreiche Protagonist:innen, die während der Dreharbeiten vor der Kamera gestanden hatten, waren zur Premiere nach Hardegg gekommen.
Für die Beteiligten war es damit auch ein Wiedersehen nach einer intensiven gemeinsamen Zeit im Nationalpark; diesmal allerdings ohne frühes Aufstehen, schwere Kameraausrüstung oder die Frage, ob der Nebel am nächsten Morgen tatsächlich über der Thaya liegen würde. Gemeinsam mit zahlreichen Gästen wurde der fertige Film angesehen und anschließend noch lange über die Dreharbeiten und die vielen Erlebnisse der vergangenen Monate gesprochen.
Die Universum-Doku zeigt den Nationalpark Thayatal aus Perspektiven, die auch langjährigen Kenner:innen des Gebiets nicht alltäglich begegnen. Nach der Ausstrahlung auf ORF 2 am Dienstag, 20.10.2026 um 20.15 Uhr, ist der Film auch auf ORF ON zum Nachschauen verfügbar.
20.10.2026
Während der Dreharbeiten wohnte Hermann Maier in Hardegg, der kleinsten Stadt Österreichs, und der Tagesablauf richtete sich oft weniger nach der Uhr als nach Wetter und Natur. Besonders deutlich wurde das an einem der Drehtage, an dem eigentlich ohnehin ein sehr früher Start geplant war. Nationalpark-Ranger Robert Müllner hatte am Vorabend die Wetterlage beobachtet und vermutet, dass sich am nächsten Morgen Nebel über der Thaya bilden könnte. Kurzerhand wurde der Wecker noch einmal eine Stunde früher gestellt: Statt um vier Uhr begann der Tag bereits um drei Uhr morgens. Der Aufwand zahlte sich aus! Das Filmteam konnte die unglaubliche Morgenstimmung über dem Thayatal einfangen und einzigartige Aufnahmen entstanden.
Diese Drehtage waren lang und für die Beteiligten war oft viel Neues dabei. Für Robert Müllner war es das erste Mal, Teil einer Produktion dieser Größenordnung zu sein. "Es war anstrengend und natürlich auch aufregend, wenn plötzlich drei Kameras auf einen gerichtet sind", erzählt sich der Nationalpark-Ranger. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihm aber die Stimmung im Team: "Auch an langen Drehtagen war die Zusammenarbeit unkompliziert und die Stimmung ausgesprochen gut. Am Abend sind wir zusammengesessen, haben geplaudert und eine richtige "Gaudi" gehabt!"
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit vor der Kamera
Dass der Film den Nationalpark Thayatal nicht für sich alleine betrachtet, sondern den gesamten grenzüberschreitenden Naturraum zeigt, war von Beginn an wichtig. Die Thaya verbindet den österreichischen Nationalpark mit dem wesentlich größeren Národní park Podyjí auf tschechischer Seite, und auch die Dreharbeiten fanden auf beiden Seiten der Grenze statt.
Mit dabei war immer wieder Pavel Müller, Direktor des tschechischen Nationalparks. Durch seine sehr guten Deutschkenntnisse konnte er nicht nur viel über die Natur und die Geschichte des tschechischen Nationalparks erzählen, sondern erwies sich auch vor der Kamera als idealer Gesprächspartner für Hermann Maier. Die seit vielen Jahren enge Zusammenarbeit der beiden Nationalparks wurde so auch im Film ganz selbstverständlich sichtbar.
Für manche Aufnahmen öffneten sich auch Möglichkeiten, die es für Besucher:innen normalerweise nicht gibt. Dazu gehört etwa eine Fahrt mit dem Boot auf der Thaya. Das Befahren des Flusses ist im Nationalpark grundsätzlich nicht erlaubt und nur einmal im Jahr Mitarbeiter:innen der beiden Nationalparks vorbehalten, wenn gemeinsam Neophyten entlang der Ufer entfernt werden. Hermann Maier durfte das Team bei diesem Arbeitseinsatz begleiten und half dabei selbst mit - eine seltene Perspektive auf den Fluss und gleichzeitig ein Einblick in die praktische Naturschutzarbeit. Auch für Nationalparkdirektor Christian Übl war es eine willkommene Abwechslung zur täglichen Büroarbeit: "Bootsfahrten führen wirklich nur sehr selten durch, für mich war es eine große Freude, bei diesem Dreh dabei zu sein. Er symbolisiert auch perfekt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der beiden Nationalparks!"
Auf der Suche nach den kleinen Bewohnern des Thayatals
Nicht alle Protagonisten des Films waren so leicht vor die Kamera zu bekommen. Gemeinsam mit Nationalpark-Biologin Claudia Waitzbauer machte sich Hermann Maier etwa auf die Suche nach dem stark gefährdeten Edelkrebs, der in den klaren Bächen des Nationalparks noch einen geeigneten Lebensraum findet.
"Bei solchen Dreharbeiten merkt man schnell, dass sich die Natur nicht nach einem Drehplan richtet. Hermann Maier war aber sehr geduldig und wirklich interessiert, hat viel nachgefragt und wollte genau verstehen, warum diese Tiere hier vorkommen und was einen intakten Lebensraum für sie ausmacht", erzählt Waitzbauer. Für die Biologin war es eine schöne Gelegenheit, Forschungs- und Naturschutzarbeit einmal einem sehr großen Publikum näherzubringen.
Neben den Drehs mit Hermann Maier waren über einen längeren Zeitraum Kamerateams im Gebiet unterwegs, um Tiere, Pflanzen und Landschaft einzufangen. Einige der Naturaufnahmen im Film stammen von Regisseur Heinz Leger, der derzeit an einer weiteren Universum-Produktion über die Natur des Nationalparks arbeitet. So konnten auch Szenen in die aktuelle Dokumentation einfließen, für die oft sehr viel Geduld und zahlreiche Stunden im Gelände notwendig sind.
Den Abschluss der Dreharbeiten bildete das gemeinsame Abschlussessen auf der Thayabrücke, bei dem alle Protagonist:innen noch einmal zusammenkamen. Nach dem offiziellen Drehschluss gesellte sich auch das Filmteam dazu, bei den Gesprächen blickten die Beteiligten auf die intensiven Drehtage und zahlreiche zauberhafte Momente und Naturerlebnisse zurück. Ein stimmungsvoller Abschluss einer schönen Zusammenarbeit!
Vom Dreh zur Premiere
Nach vielen Monaten Arbeit vor und hinter der Kamera war es am vergangenen Donnerstag schließlich so weit: Am 15. Oktober wurde "Hermann Maier: Meine Heimat - Das Thayatal" erstmals vor Publikum im Nationalparkhaus gezeigt. Viele Mitglieder des Filmteams und zahlreiche Protagonist:innen, die während der Dreharbeiten vor der Kamera gestanden hatten, waren zur Premiere nach Hardegg gekommen.
Für die Beteiligten war es damit auch ein Wiedersehen nach einer intensiven gemeinsamen Zeit im Nationalpark; diesmal allerdings ohne frühes Aufstehen, schwere Kameraausrüstung oder die Frage, ob der Nebel am nächsten Morgen tatsächlich über der Thaya liegen würde. Gemeinsam mit zahlreichen Gästen wurde der fertige Film angesehen und anschließend noch lange über die Dreharbeiten und die vielen Erlebnisse der vergangenen Monate gesprochen.
Die Universum-Doku zeigt den Nationalpark Thayatal aus Perspektiven, die auch langjährigen Kenner:innen des Gebiets nicht alltäglich begegnen. Nach der Ausstrahlung auf ORF 2 am Dienstag, 20.10.2026 um 20.15 Uhr, ist der Film auch auf ORF ON zum Nachschauen verfügbar.
20.10.2026

