Nationalpark Ranger Lorenz Hofer über unsere geflügelten Wintergäste
Im Winter verwandelt sich der Nationalpark Thayatal in eine stille, glitzernde Landschaft, in der nur die widerstandsfähigsten Vogelarten ausharren. Zwischen kahlen Buchen, alten Eichen und Felsen suchen sie Nahrung und Schutz. Kohlmeisen, Rotkehlchen und Buchfinken durchstreifen Hecken und Waldränder auf der Suche nach Beeren, Samen und überwinternden Insekten. Der Eichelhäher profitiert von den Eicheln, die er im Herbst versteckt hat, während der Buntspecht in morschen Stämmen nach Larven hackt. Im Unterholz schlüpft der kleine Zaunkönig emsig zwischen Wurzeln und Gebüsch hindurch.
Besonders spannend ist der Blick ans Wasser: Entlang der Thaya taucht die Wasseramsel immer wieder ins eiskalte Wasser, um nach Kleintieren zu jagen. Zwergtaucher bilden kleine Gruppen und halten sich dort auf, wo das Wasser offen bleibt. Mit etwas Glück blitzt ein leuchtend blauer Schatten über den Fluss - der Eisvogel, der trotz winterlicher Härte hier bleibt, solange er offene Jagdstrecken findet. Auch majestätische Schwäne gleiten durch die ruhigen Flussabschnitte. In manchen Jahren besucht uns eine Schar an Kormoranen.
Hoch über all dem zieht ein Seeadler seine Kreise. Im Nationalpark Thayatal hat ein Brutpaar sein Revier, und gerade im Winter sind die Greifvögel gut zu beobachten, wenn sie über den kahlen Baumkronen nach Beute Ausschau halten.
Wenn Schnee und Frost das Thayatal fest im Griff haben, rücken viele Vögel in geschützte Bereiche zurück. Doch Spuren im Schnee, zierliche Fußabdrücke oder geöffnete Zapfen verraten, wie viel Leben in dieser scheinbar ruhigen Jahreszeit steckt. Ein winterlicher Spaziergang im Nationalpark Thayatal bietet deshalb nicht nur Ruhe und wunderschöne Ausblicke, sondern auch faszinierende Begegnungen mit einer Vogelwelt, die den Winter mit erstaunlicher Anpassungskraft meistert.
20.01.2026
Im Winter verwandelt sich der Nationalpark Thayatal in eine stille, glitzernde Landschaft, in der nur die widerstandsfähigsten Vogelarten ausharren. Zwischen kahlen Buchen, alten Eichen und Felsen suchen sie Nahrung und Schutz. Kohlmeisen, Rotkehlchen und Buchfinken durchstreifen Hecken und Waldränder auf der Suche nach Beeren, Samen und überwinternden Insekten. Der Eichelhäher profitiert von den Eicheln, die er im Herbst versteckt hat, während der Buntspecht in morschen Stämmen nach Larven hackt. Im Unterholz schlüpft der kleine Zaunkönig emsig zwischen Wurzeln und Gebüsch hindurch.
Besonders spannend ist der Blick ans Wasser: Entlang der Thaya taucht die Wasseramsel immer wieder ins eiskalte Wasser, um nach Kleintieren zu jagen. Zwergtaucher bilden kleine Gruppen und halten sich dort auf, wo das Wasser offen bleibt. Mit etwas Glück blitzt ein leuchtend blauer Schatten über den Fluss - der Eisvogel, der trotz winterlicher Härte hier bleibt, solange er offene Jagdstrecken findet. Auch majestätische Schwäne gleiten durch die ruhigen Flussabschnitte. In manchen Jahren besucht uns eine Schar an Kormoranen.
Hoch über all dem zieht ein Seeadler seine Kreise. Im Nationalpark Thayatal hat ein Brutpaar sein Revier, und gerade im Winter sind die Greifvögel gut zu beobachten, wenn sie über den kahlen Baumkronen nach Beute Ausschau halten.
Wenn Schnee und Frost das Thayatal fest im Griff haben, rücken viele Vögel in geschützte Bereiche zurück. Doch Spuren im Schnee, zierliche Fußabdrücke oder geöffnete Zapfen verraten, wie viel Leben in dieser scheinbar ruhigen Jahreszeit steckt. Ein winterlicher Spaziergang im Nationalpark Thayatal bietet deshalb nicht nur Ruhe und wunderschöne Ausblicke, sondern auch faszinierende Begegnungen mit einer Vogelwelt, die den Winter mit erstaunlicher Anpassungskraft meistert.
20.01.2026

