Die Stimme der Thaya

Filmer Christian Pfabigan widmet sich in seinem neuen Film der Thaya. Die Premiere findet im Oktober im Thayatal statt.

Seit je her bin ich mit der Thaya verbunden. Von meinem Elternhaus in der Thayagasse in Karlstein hatte ich nur wenige Meter bis runter zum Fluss. Prägende Erlebnisse meiner Kindheit spielten sich dort ab, wie bspw. mit Freunden im Sommer Schlauchboot fahren oder im Winter Eishockey spielen.

Diese Verbundenheit mit der Flusslandschaft habe ich auch in den Jahren des Erwachsenwerdens nicht verloren. Da ich beruflich als Videoproduzent tätig bin, wollte ich mich auch filmisch mit der Thaya beschäftigen. Sie ist ja nicht nur für mich etwas ganz Besonderes, sondern für viele Menschen hier im österreichisch-tschechischen Grenzgebiet. Gerade der Mittellauf der Thaya (von Dobersberg bis zum grenzüberschreitenden Nationalpark Thayatal) ist hier hervorzuheben: der mäandrierende Flussverlauf, die tief eingeschnittenen Täler und die angrenzenden weitläufigen Wiesen und Wälder machen die Landschaft zu etwas Einzigartigen.

Knapp zwei Jahre lang war ich beiderseits der Grenze unterwegs und habe rund 20 Menschen zu ihrer Lebensrealität am Fluss interviewt. Sie erzählten mir von ihren unterschiedlichen Perspektiven auf den Fluss. Aus diesem Material und unzähligen Naturaufnahmen entstand ein 100-minütiger Dokumentarfilm mit dem Namen "Die Stimme der Thaya", der jeweils mit deutschen bzw. tschechischen Untertiteln versehen ist. So kann der Film auf beiden Seiten der Grenze gezeigt werden und zum gegenseitigen Verständnis beitragen.
Auf der Website www.thaya-dyje.info gibt es einen ersten kurzen Einblick in den Film und die zwei folgenden Spieltermine sind in Raabs und Drosendorf.


Der Name "Thaya" stammt aus dem Illyrischen und bedeutet "die Rauschende".
20.09.2026

Nationalpark Thayatal Blog