Octavian Pilati über die Instandhaltung eines Erbes und sechzehn Tage Burgsommer auf Burg Hardegg.
Wer eine Burg besitzt, besitzt vor allem eines: eine lange Liste an Dingen, die repariert werden müssen, und einen Kampf gegen Efeu und Sträucher, der nie ganz endet. Seit ich mich um Burg Hardegg kümmere, kenne ich jeden losen Stein, jedes undichte Dach, jeden Riss im Mauerwerk fast persönlich. Auch mein Vorfahre Johann Carl kannte dieses Gefühl. Seine Geschichte gibt's heuer im Ahnensaal zu sehen.
Im August öffnen wir nämlich wieder die Tore für sechzehn Tage. Heuer steht der Ahnensaal im Mittelpunkt: Dort erzählen wir die Geschichte meiner Familie, der Khevenhüller, die die Burg 1730 erwarben, und wie das Erbe später durch Heirat an die Pilatis überging. Johann Carl etwa war Soldat und kämpfte in Mexiko, widmete sich danach aber intensiv diesem Gebäude: Der Umbau, der bis heute ihr Gesicht prägt, geht auf ihn zurück.
Besonders freut mich, dass jeder Betrag des Burgsommers direkt in den Erhalt der Burg fließt. Ein Angestellter, ein paar Gewerke, wir selbst. Heuer waren die Geländer dran, dazu die Sanierung des kleinen Dachs am Pförtnerhäuschen und Wildwuchsrückschnitt an den Mauern. Der Gruftabgang wäre ein Projekt für nächstes Jahr. Bei den Kostenvoranschlägen wird man selbst schnell zum Geist, aber wir bleiben dran, Rechnung für Rechnung.
Und trotzdem zahlt es sich aus: zu sehen, wie viel sich Jahr für Jahr verändert, dazu die Turmfalken, die über den Mauern kreisen, und jeden Sommer dasselbe Highlight, die Walderdbeeren in der Burg.
Vom 8. bis 23. August ist die Burg geöffnet, danach kehrt für ein weiteres Jahr Stille ein. Genug Zeit für die nächste Reparatur.
20.07.2026
Wer eine Burg besitzt, besitzt vor allem eines: eine lange Liste an Dingen, die repariert werden müssen, und einen Kampf gegen Efeu und Sträucher, der nie ganz endet. Seit ich mich um Burg Hardegg kümmere, kenne ich jeden losen Stein, jedes undichte Dach, jeden Riss im Mauerwerk fast persönlich. Auch mein Vorfahre Johann Carl kannte dieses Gefühl. Seine Geschichte gibt's heuer im Ahnensaal zu sehen.
Im August öffnen wir nämlich wieder die Tore für sechzehn Tage. Heuer steht der Ahnensaal im Mittelpunkt: Dort erzählen wir die Geschichte meiner Familie, der Khevenhüller, die die Burg 1730 erwarben, und wie das Erbe später durch Heirat an die Pilatis überging. Johann Carl etwa war Soldat und kämpfte in Mexiko, widmete sich danach aber intensiv diesem Gebäude: Der Umbau, der bis heute ihr Gesicht prägt, geht auf ihn zurück.
Besonders freut mich, dass jeder Betrag des Burgsommers direkt in den Erhalt der Burg fließt. Ein Angestellter, ein paar Gewerke, wir selbst. Heuer waren die Geländer dran, dazu die Sanierung des kleinen Dachs am Pförtnerhäuschen und Wildwuchsrückschnitt an den Mauern. Der Gruftabgang wäre ein Projekt für nächstes Jahr. Bei den Kostenvoranschlägen wird man selbst schnell zum Geist, aber wir bleiben dran, Rechnung für Rechnung.
Und trotzdem zahlt es sich aus: zu sehen, wie viel sich Jahr für Jahr verändert, dazu die Turmfalken, die über den Mauern kreisen, und jeden Sommer dasselbe Highlight, die Walderdbeeren in der Burg.
Vom 8. bis 23. August ist die Burg geöffnet, danach kehrt für ein weiteres Jahr Stille ein. Genug Zeit für die nächste Reparatur.
20.07.2026

