Pilze - Unverzichtbar für unsere Ökosysteme

In einer österreichweiten Pilzerhebung werden derzeit die Nationalparks und Großschutzgebiete Österreichs untersucht. Die Großschutzgebiete Österreichs erhalten eine Vielzahl an unterschiedlichsten Lebensräumen: von alpinen Gletscherlandschaften im Westen bis zu Steppenseen im Osten, Bergwälder, Auenlandschaften und Durchbruchstäler um nur einige zu nennen. Diese Vielfalt ermöglicht einer großen Anzahl von Arten, auf engem Raum zu überleben.
Pilze spielen in diesen Ökosystemen eine zentrale Rolle. Über 9.000 Arten wurden bereits in Österreich dokumentiert. Sie zersetzen organisches Material, recyceln Nährstoffe, fördern die Bodenbildung und unterstützen Pflanzen als Mykorrhizapilze bei der Nährstoffaufnahme. Zudem beeinflussen Pilze die CO₂-Speicherung und -Freisetzung im Boden und bilden ein komplexes Netzwerk mit Bakterien und anderen Lebewesen.

Der Klimawandel macht auch vor Schutzgebieten nicht halt: Gletscherschmelze, der Rückgang des Permafrosts und Trockenheit bedrohen viele Lebensräume. Ein neues Forschungsprojekt, das vom Nationalpark Thayatal geleitet wird, untersucht, wie sich diese Veränderungen auf Pilze und ihre ökologischen Funktionen auswirken. Durch die Analyse von Umwelt-DNA in Bodenproben soll die Pilzvielfalt genauer erfasst und ihre Bedeutung für das Ökosystem besser verstanden werden.

Das Projekt eröffnet spannende neue Einblicke in die faszinierende Welt der Pilze, die trotz ihrer zentralen Rolle oft im Verborgenen leben.
26.09.2024

Nationalpark Thayatal Blog