Veronika Králová berichtet von den aktuellen Salamander Wanderungen
Es ist ein Märzvormittag. In der Nacht hat es geregnet, und der Weg im Kajabachtal ist etwas schlammig. Wir lauschen einem unglaublichen Vogelkonzert, können die frische Luft nicht genug genießen und bestaunen die Farben der ersten Frühlingsblumen...
Oh! Beinahe wären wir auf ihn getreten. Ein auf den ersten Blick unbeholfenes Tier watschelt über den Weg. Etwas schwerfällig, aber dennoch überraschend flink auf seinen kurzen Beinen. Es trampelt nicht, raschelt kaum, knurrt oder brummt nicht. Fast hätten wir ihn übersehen, wären da nicht seine auffälligen Farben. Schwarz und Gelb schreiend: "Achtung, ich bin giftig!" Ähnlich wie eine Wespe, die mögliche Fressfeinde mit ihrem Gift warnt, schreckt auch der Feuersalamander ab. Zur Verteidigung scheidet er ein giftiges Sekret aus, das kleinere Tiere sogar töten könnte. Und das will keiner.
Es ist ein Weibchen auf dem Weg vom Bach zu ihrem Versteck. Sie hat eine wichtige Aufgabe hinter sich: sie hat ihre Jungen ins Wasser entlassen. Die bräunlichen Larven werden nun bis zum Spätsommer im Kajabach leben und mit buschigen Kiemen unter Wasser atmen. Erst nach ihrer Verwandlung zum erwachsenen Tier leben sie an Land.
Die Salamanderdame versucht, sich unter einer Schicht Herbstlaub zu verstecken. Wir bemühen uns, uns das Muster der gelben Flecken auf ihrem Rücken einzuprägen. Jeder Feuersalamander hat nämlich eine einzigartige Zeichnung, so wie jeder Mensch einen unverwechselbaren Fingerabdruck hat. Vielleicht begegnen wir diesem Weibchen irgendwann wieder.
Die Laubwälder des Nationalparks Thayatal sind der ideale Lebensraum für dieses geschützte, etwas lustige und fast unglaubliche Wesen. Achtet darauf, wohin ihr tretet.
23.03.2025
Oh! Beinahe wären wir auf ihn getreten. Ein auf den ersten Blick unbeholfenes Tier watschelt über den Weg. Etwas schwerfällig, aber dennoch überraschend flink auf seinen kurzen Beinen. Es trampelt nicht, raschelt kaum, knurrt oder brummt nicht. Fast hätten wir ihn übersehen, wären da nicht seine auffälligen Farben. Schwarz und Gelb schreiend: "Achtung, ich bin giftig!" Ähnlich wie eine Wespe, die mögliche Fressfeinde mit ihrem Gift warnt, schreckt auch der Feuersalamander ab. Zur Verteidigung scheidet er ein giftiges Sekret aus, das kleinere Tiere sogar töten könnte. Und das will keiner.
Es ist ein Weibchen auf dem Weg vom Bach zu ihrem Versteck. Sie hat eine wichtige Aufgabe hinter sich: sie hat ihre Jungen ins Wasser entlassen. Die bräunlichen Larven werden nun bis zum Spätsommer im Kajabach leben und mit buschigen Kiemen unter Wasser atmen. Erst nach ihrer Verwandlung zum erwachsenen Tier leben sie an Land.
Die Salamanderdame versucht, sich unter einer Schicht Herbstlaub zu verstecken. Wir bemühen uns, uns das Muster der gelben Flecken auf ihrem Rücken einzuprägen. Jeder Feuersalamander hat nämlich eine einzigartige Zeichnung, so wie jeder Mensch einen unverwechselbaren Fingerabdruck hat. Vielleicht begegnen wir diesem Weibchen irgendwann wieder.
Die Laubwälder des Nationalparks Thayatal sind der ideale Lebensraum für dieses geschützte, etwas lustige und fast unglaubliche Wesen. Achtet darauf, wohin ihr tretet.
23.03.2025

