Margit Müllner, Nationalpark-Rangerin und Stadtamtsdirektorin der kleinsten Stadt Österreichs, Hardegg
Der Nationalpark Thayatal zeigt sich von seiner schönsten Seite: Die Natur steht in voller Blüte und für "Birder" beginnt eine besonders spannende Zeit. Der majestätische Seeadler und der scheue Schwarzstorch sind wieder in ihre angestammten Reviere im Thayatal zurückgekehrt. Die unberührten Wälder und steilen Flusstäler bieten ideale Lebensräume für einige der seltensten Vogelarten Mitteleuropas.
Mit einer Flügelspannweite von bis zu 2,5 Metern ist der Seeadler der größte Greifvogel Österreichs. Nach seiner beinahe vollständigen Ausrottung im 20. Jahrhundert hat sich der Bestand in den letzten Jahrzehnten langsam erholt. Im Spätwinter beginnt die Balzzeit mit spektakulären Flugmanövern. Die mächtigen Horste, oft über Jahrzehnte genutzt und bis zu zwei Meter im Durchmesser groß, werden ausgebessert und für die Brut vorbereitet.
Bereits Anfang Februar konnten wir ein brütendes Seeadlerpaar beobachten. Nach etwa 40 Tagen schlüpfte ein flauschiges und hilfloses Küken, das von beiden Eltern vorwiegend mit Fisch versorgt wird, bis der Jungadler im Frühsommer seine ersten Flugversuche wagt.
Anders als sein bekannter Verwandter, der Weißstorch, meidet der Schwarzstorch die Nähe des Menschen. Die dichten, ungestörten Buchenwälder des Nationalparks bieten ihm genau das, was er braucht: Ruhe, alte Bäume für seinen Horst und nahrungsreiche Gewässer. Sein metallisch schimmerndes Gefieder - schwarz mit grünlichem und violettem Glanz - macht ihn zu einer der schönsten Erscheinungen der heimischen Vogelwelt.
Die Schwarzstörche befinden sich bereits in der Jungenaufzucht - zwei Küken sind geschlüpft. Der langjährig genutzte Horst wurde im Winter zwar durch einen Sturm zerstört, doch das Paar errichtete rasch einen neuen. Nun ist das Elternpaar intensiv mit der Nahrungssuche für die hungrigen Schnäbel beschäftigt. Die jungen Küken werden etwa zwei Monate lang von beiden Altvögeln versorgt.
Die beinahe lautlosen Schwarzstörche an ihrem Horst beobachten zu können, gehört sicher zu den bewegendsten Momenten im Leben eines Vogelbeobachters. Entlang der Thaya kann man mit Glück einen Schwarzstorch beim Fischen beobachten.
10.06.2026
Der Nationalpark Thayatal zeigt sich von seiner schönsten Seite: Die Natur steht in voller Blüte und für "Birder" beginnt eine besonders spannende Zeit. Der majestätische Seeadler und der scheue Schwarzstorch sind wieder in ihre angestammten Reviere im Thayatal zurückgekehrt. Die unberührten Wälder und steilen Flusstäler bieten ideale Lebensräume für einige der seltensten Vogelarten Mitteleuropas.
Mit einer Flügelspannweite von bis zu 2,5 Metern ist der Seeadler der größte Greifvogel Österreichs. Nach seiner beinahe vollständigen Ausrottung im 20. Jahrhundert hat sich der Bestand in den letzten Jahrzehnten langsam erholt. Im Spätwinter beginnt die Balzzeit mit spektakulären Flugmanövern. Die mächtigen Horste, oft über Jahrzehnte genutzt und bis zu zwei Meter im Durchmesser groß, werden ausgebessert und für die Brut vorbereitet.
Bereits Anfang Februar konnten wir ein brütendes Seeadlerpaar beobachten. Nach etwa 40 Tagen schlüpfte ein flauschiges und hilfloses Küken, das von beiden Eltern vorwiegend mit Fisch versorgt wird, bis der Jungadler im Frühsommer seine ersten Flugversuche wagt.
Anders als sein bekannter Verwandter, der Weißstorch, meidet der Schwarzstorch die Nähe des Menschen. Die dichten, ungestörten Buchenwälder des Nationalparks bieten ihm genau das, was er braucht: Ruhe, alte Bäume für seinen Horst und nahrungsreiche Gewässer. Sein metallisch schimmerndes Gefieder - schwarz mit grünlichem und violettem Glanz - macht ihn zu einer der schönsten Erscheinungen der heimischen Vogelwelt.
Die Schwarzstörche befinden sich bereits in der Jungenaufzucht - zwei Küken sind geschlüpft. Der langjährig genutzte Horst wurde im Winter zwar durch einen Sturm zerstört, doch das Paar errichtete rasch einen neuen. Nun ist das Elternpaar intensiv mit der Nahrungssuche für die hungrigen Schnäbel beschäftigt. Die jungen Küken werden etwa zwei Monate lang von beiden Altvögeln versorgt.
Die beinahe lautlosen Schwarzstörche an ihrem Horst beobachten zu können, gehört sicher zu den bewegendsten Momenten im Leben eines Vogelbeobachters. Entlang der Thaya kann man mit Glück einen Schwarzstorch beim Fischen beobachten.
10.06.2026

