Julian Haider, Biologe im Nationalpark Thayatal berichtet von spannenden Forschungen
Es tut sich viel im Nationalpark Thayatal. Die Natur steht gerade so richtig in Blüte und egal wo man im Nationalpark unterwegs ist, überall lässt sich spannendes entdecken. Sei es spektakulär blühende Pflanzen wie Schwertlilien oder Berg-Sandglöckchen auf den trockenen Kuppen oder Ringelnattern und Edelkrebse entlang des Kajabachs, das Leben ist in vollem Gange.
Eine Tierart beschäftigt uns im Nationalpark gerade ganz besonders: die scheue Räuberin auf leisen Pfoten, die europäische Wildkatze. In unseren Gefilden galt sie lange als ausgestorben, langsam kehrt sie jedoch zurück. In einem aktuellen Projekt wird erforscht, welche Wanderrouten Wildkatzen nutzen und wie sie sich im Gebiet bewegen. Dafür wurden zwei Findlingskatzen mit Halsbandsendern ausgestattet und in die Wildnis entlassen. Es ist eine kleine Prämiere, denn solch eine Forschung mittels Halsbandsender findet gerade zum ersten Mal in Österreich statt. Über ein Jahr lang soll die Forschung laufen und das bedeutet jede Menge Arbeit. Mit Peilsender und Antenne ausgestattet sind ForscherInnen und NationalparkmitarbeiterInnen draußen unterwegs und erfassen die Aufenthaltsorte der Katzen. Im Nachhinein können dann Karten erstellt werden, die einen spannenden Überblick über die Lebensraumnutzung der seltenen und streng geschützten Tiere geben. Die ersten Ergebnisse liegen bereits vor und bestätigen, dass sich die Wildkatzen im Nationalpark wohlfühlen. In den ersten Wochen nach der Freilassung blieben sie im Nationalparkgebiet und erkundeten ihre neue Heimat.
Das Thayatal ist ein idealer Lebensraum für Wildkatzen. Warme und trockene Hänge, totholzreiche Wälder mit vielen Mäusen und jede Menge Versteckmöglichkeiten bieten die perfekten Voraussetzungen für ein glückliches Wildkatzenleben. Die beeindruckende Entwicklung des Nationalparks als Lebensraum für Tiere, Pilze und Pflanzen wurde erst vor kurzem in einer Studie nachgewiesen. So konnte festgestellt werden, dass im Nationalparkwald mittlerweile doppelt soviel Totholz und viermal soviel naturnahe Waldbestände als im österreichischen Durchschnitt zu finden sind. Diese Entwicklung freut die Wildkatzen, die NationalparkmitarbeiterInnen und die BesucherInnen unseres einmaligen Naturjuwels Nationalpark Thayatal.
Die Forschung wird im Rahmen des Projekts INTERREG CE0100098 - ReCo gefördert.
29.05.2025
Eine Tierart beschäftigt uns im Nationalpark gerade ganz besonders: die scheue Räuberin auf leisen Pfoten, die europäische Wildkatze. In unseren Gefilden galt sie lange als ausgestorben, langsam kehrt sie jedoch zurück. In einem aktuellen Projekt wird erforscht, welche Wanderrouten Wildkatzen nutzen und wie sie sich im Gebiet bewegen. Dafür wurden zwei Findlingskatzen mit Halsbandsendern ausgestattet und in die Wildnis entlassen. Es ist eine kleine Prämiere, denn solch eine Forschung mittels Halsbandsender findet gerade zum ersten Mal in Österreich statt. Über ein Jahr lang soll die Forschung laufen und das bedeutet jede Menge Arbeit. Mit Peilsender und Antenne ausgestattet sind ForscherInnen und NationalparkmitarbeiterInnen draußen unterwegs und erfassen die Aufenthaltsorte der Katzen. Im Nachhinein können dann Karten erstellt werden, die einen spannenden Überblick über die Lebensraumnutzung der seltenen und streng geschützten Tiere geben. Die ersten Ergebnisse liegen bereits vor und bestätigen, dass sich die Wildkatzen im Nationalpark wohlfühlen. In den ersten Wochen nach der Freilassung blieben sie im Nationalparkgebiet und erkundeten ihre neue Heimat.
Das Thayatal ist ein idealer Lebensraum für Wildkatzen. Warme und trockene Hänge, totholzreiche Wälder mit vielen Mäusen und jede Menge Versteckmöglichkeiten bieten die perfekten Voraussetzungen für ein glückliches Wildkatzenleben. Die beeindruckende Entwicklung des Nationalparks als Lebensraum für Tiere, Pilze und Pflanzen wurde erst vor kurzem in einer Studie nachgewiesen. So konnte festgestellt werden, dass im Nationalparkwald mittlerweile doppelt soviel Totholz und viermal soviel naturnahe Waldbestände als im österreichischen Durchschnitt zu finden sind. Diese Entwicklung freut die Wildkatzen, die NationalparkmitarbeiterInnen und die BesucherInnen unseres einmaligen Naturjuwels Nationalpark Thayatal.
Die Forschung wird im Rahmen des Projekts INTERREG CE0100098 - ReCo gefördert.
29.05.2025

