City Nature Challenge 2021

Von Hardegg über Österreich zu einem weltweiten Beitrag zur Biodiversitätsforschung

Die kleinste Stadt Österreichs, Hardegg, hat heuer erstmalig, gemeinsam mit dem Nationalpark Thayatal und dem Národní park Podyjí, an der City Nature Challenge, einem weltweiten freundschaftlichen Wettbewerb der Biodiversität teilgenommen. Sie reiht sich somit gemeinsam mit neun anderen Städten und Gebieten in Österreich an die insgesamt 419 teilnehmenden Beobachtungsgebiete.

Das Ziel dieses Events war einerseits, die Menschen einzuladen, draußen vor den eigenen Haustüren, im eigenen Garten und in der Natur Beobachtungen zu machen und mehr über die dort lebenden Organismen zu erfahren. Andererseits ist es über diesen Ansatz der "community science" möglich, sehr viel mehr Beobachtungen zu machen als das im Rahmen klassischer Forschungsansätze möglich wäre. Über die Zuhilfenahme einer speziellen Applikation ist die Aufnahme von Beobachtungsdaten sehr einfach und zu einem hohen Prozentsatz auch verifizierbar. Damit ist auch der wissenschaftliche Wert dieses Events enorm hoch, darauf aufbauend können Monitorings und Artenschutzprojekte initiiert werden.

Trotz mäßigem Wetter konnten im Gebiet Hardegg, dem Nationalpark Thayatal und dem Národní park Podyjí mit 2077 Beobachtungen von insgesamt 40 Teilnehmer*innen ganze 449 Arten dokumentiert werden. Zum Vergleich: in ganz Österreich machten 641 Personen mit und erfassten stolze 7288 Arten, weltweit waren es sogar etwa 52.000 Beobachter*innen und mehr als 45.000 Arten, davon sind etwa 2100 sehr selten oder geschützt. Das ist seit Beginn dieses Events ein stolzer Rekord in allen Belangen.

Herausragend oft wurde im Thayatal die Türkenbundlilie, die kurz vor der Blüte stand sowie die Smaragdeidechse, die mitten in der Balzsaison war, beobachtet. Aber auch seltenere Arten wie das Einblütige Perlgras, die Vogelnestwurz oder der Schwarzstorch wurden dokumentiert.

Sehr erfreulich war, dass trotz sicherlich noch coronabedingter Vorsicht nicht nur die Rangerinnen und Ranger sowie die Mitarbeiterinne und Mitarbeiter der beiden Nationalparke an der Thaya mit machten, sondern auch der Verein der Freunde des Nationalparks -Thayatal und viele weitere Besucherinnen und Besucher der Stadt und des Schutzgebiets engagiert waren.

Die nationale und internationale Kooperation, welche bei diesem Event auch schon im Vorfeld bei der Organisation an den Tag gelegt wurde lässt mit Vorfreude auf das kommende Jahr und den nächsten Durchgang der City Nature Challenge blicken, auch in der Hoffnung, dass aktuelle Erschwernisse dann nicht mehr tragend sein werden.

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