Gut gemäht ist halb gewonnen

Nationalpark Thayatal im Frühlingskleid, Umlaufberg, Flussmäander, Headerbild für Aktuelle Nachrichten.
Das Große Löwenmaul versperrt sich  nur scheinbar seinen Besuchern. In Wirklichkeit informiert es seine Bestäuber genau, wo es langgeht.
Alle Jahre wieder geben sich Glockenblumen, Margariten, Pechnelken, Wiesenbocksbart und Co. ein Stelldichein auf den ungefähr 60 Hektar Wiesen des NP Thayatal. Möglich ist das allerdings nur mithilfe des Menschen. Ohne die regelmäßige Mahd würden die Wiesen verbuschen und statt Löwenmaul und Glockenblumen hätten wieder Hainbuchen und Eichen das Sagen. Der Wald würde sich die Wiese sukzessive zurückerobern. Das wäre ihm nicht zu verdenken, doch die Wiesen sind ein artenreicher Lebensraum, den wir ebenfalls unbedingt erhalten wollen.



Was es dabei zu beherzigen gilt?
* Der richtige Mähzeitpunkt. Je fetter die Wiese, also je nährstoffreicher, umso früher muss gemährt werden, je magerer, je nährstoffärmer, umso später.
* Wesentlich ist zudem, dass die Blumen und Gräser ihre Samen bereits ausgebildet haben, damit die Vielfalt fürs nächste Jahr gesichert ist. Im NP Thayatal bekommen die Fettwiesen frühestens ab 15. Juni, die Magerwiesen frühestens ab 1. Juli den Balkenmäher zu spüren.
Wer die Pracht der ersten Wiesen noch erleben möchte, sollte sich also beeilen oder sich den Hochsommer vormerken, wenn die Wiesen zum zweiten Mal in voller Pracht zu bewundern sind.
Was es noch alles in puncto Mähen zu bedenken gilt und für wen die Wiesen aller Rückzugsort sind, das könnt ihr auch hier nachlesen.

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