Den Teufel ausgetrickst

"Es gibt da eine Geschichte über einen interessanten Handel mit dem Teufel", erzählt NP Thayatal Förster Wolfgang Riener. Bei diesem Handel hat jemand seine Seele - wie in solchen Fällen üblich - an den Teufel verkauft, allerdings unter folgender Bedingung: "Wenn die Buche ihr letztes Blatt verliert, kannst du meine Seele haben."
Der Teufel hätte sich dabei aber lieber auf einen Deal mit Ahorn oder Esche einlassen sollen. Diese beiden verlieren nämlich bereits nach dem ersten Frost so gut wie alle ihre Blätter.
Bei den Buchen läuft das anders: Rotbuchen, Hainbuchen, aber auch Eichen behalten oftmals einige ihrer Blätter den ganzen Winter hindurch. Meist sind es die jüngeren Bäume, die sich nicht ganz trennen können ;-)
Den einfachen Grund dafür erklärt Wolfgang Riener: "Die Blätter dienen als zusätzlicher Schutz für die sensiblen Knospen, die im nächsten Frühjahr anstelle der welken Blätter austreiben werden." Die frischen, grünen Blätter treiben aus, wenn die alten zum Teil noch immer am Baum haften. Damit hat der Teufel sicher nicht gerechnet!
31.01.2013

Nationalpark Thayatal Blog