Buchen musst du suchen

Nationalpark Thayatal im Frühlingskleid, Umlaufberg, Flussmäander, Headerbild für Aktuelle Nachrichten.
Wenn wir Menschen nicht das Sagen hätten, hätte es aller Wahrscheinlichkeit nach die Rotbuche (Fagus sylvatica). Ohne uns wäre Mitteleuropa auch heute noch überwiegend von Buchenwald bedeckt.
Auch im NP Thayatal ist die Rotbuche eine häufige Baumart, leicht erkennbar - selbst im Winter - an den oftmals kerzengeraden Stämmen mit den glatten, silbergrauen Borken.
Buchen fruchten in der Regel nur etwa alle fünf Jahre, dann kommt es allerdings zu regelrechten "Mastjahren". Die übrigens köstlich schmeckenden Früchte der Rotbuche, die Bucheckern (zwei dreikantige Nüsschen umgeben von dem typischen, ausgefransten Samenbecher), bedecken dann nämlich tatsächlich in Massen den Waldboden. Hochsaison für die Nager des Waldes! Buchenmastjahre sind deshalb auch wahre Mäusemastjahre und davon profitieren letztlich wieder die "Jäger", wie Waldkauz, Uhu, Wildkatze & Co.

Außerdem: Ist Euch schon mal aufgefallen, dass freistehende Buchen ganz anders als Buchen im Waldverband wachsen? Freistehende Rotbuchen bilden weitausladende Äste, die oft bis tief nach unten reichen, während sie im Wald, wo sie verhältnismäßig eng nebeneinander wachsen, erst weit oben am Stamm Äste ausbilden. Es strebt eben alles zum Licht!

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