"Special Guest" im Thayatal

Nationalpark Thayatal im Frühlingskleid, Umlaufberg, Flussmäander, Headerbild für Aktuelle Nachrichten.
Er ist der unbestrittene VIP des NP Thayatals. Doch schon Ende August reist er wieder ab. Flugrichtung Afrika.
Der Schwarzstorch kommt nämlich nur in den Sommermonaten zum Fischen an die Thaya und den Kajabach im Nationalpark. Europaweit gilt dieser scheue Waldbewohner als besonders selten.

Umso gespannter waren Marc und ich, ob wir ihn wohl ausfindig machen könnten. Mit Tarnzelt und Tarnnetz gewappnet, legten wir uns um 5:00 früh im Bereich der Kajabachmündung auf die Lauer. Und dann hieß es erstmal abwarten... und warten ... und warten ... und warten.
Zwischendurch hüpften ein paar Bachstelzen vor uns auf und ab. Wasseramseln tauchten zur Futtersuche in die Thaya-Fluten ab. Und der Eisvogel schoss mit seinem blitzblauen Gefieder einige Male pfeilschnell vorbei. Aber kein Schwarzstorch. Tarnzelt-Sessions können von Erfolg gekrönt sein, müssen es aber nicht. So die simple Moral von der Geschichte.

Also versuchten wir unser Glück, ungetarnt, weiter flussaufwärts. Und siehe da, etwa 100 Meter von der imposanten Bildeiche entfernt, staksen ein Paar knallorange Beine im seichten Thaya-Wasser. Marc legt - außerhalb der Sichtweite des Schwarzstorches - einen Spurt ein, um weiter vorne auf ihn zu warten, natürlich mit der Kamera. Doch eine kleine Bewegung alarmiert den Schwarzstorch und statt an Marc vorbeizuflanieren, hebt er ab. Netterweise aber in Marcs Richtung und der drückt im richtigen Moment den Auslöser. Das Ergebnis seht ihr hier.

Wer selbst den Schwarzstorch erspähen möchte, sollte sich rasch auf die Socken machen. Wie gesagt, Ende August zieht es ihn retour nach Afrika. Die nächste Chance ihn im Nationalpark Thayatal zu sehen, gibt es dann wieder ab Anfang April im kommenden Jahr.

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