(Hardegg, 16. Juli 2026) Zwei junge Schwarzstörche stehen vor dem Ausfliegen - im Sommer ist die vielfältige Tierwelt entlang der Thaya besonders gut zu beobachten
Im Nationalpark Thayatal gibt es erfreulichen Nachwuchs: Ein Schwarzstorchpaar hat in diesem Jahr erfolgreich gebrütet. Nach aktuellen Beobachtungen stehen nun zwei Jungvögel kurz vor dem Ausfliegen. Der Bruterfolg ist ein bedeutendes Zeichen für die hohe Qualität und Ruhe der Lebensräume im Schutzgebiet.
Anders als der weithin bekannte Weißstorch lebt der Schwarzstorch ausgesprochen zurückgezogen. "Seinen Horst errichtet er gut verborgen in alten, strukturreichen Wäldern, während er zur Nahrungssuche naturnahe Bäche, Flüsse, Tümpel und Feuchtlebensräume aufsucht. Im Thayatal findet der scheue Waldvogel diese Lebensräume auf engem Raum: ausgedehnte Wälder bieten geschützte Brutplätze, die Thaya und ihre Zuflüsse geeignete Nahrungsgebiete." freut sich Nationalpark-Ornithologe Robert Müllner über den Nachwuchs, den er in den letzten Wochen aus sicherer Entfernung beobachten konnte.
Vor allem in den frühen Morgenstunden suchen die Altvögel entlang der Thaya nach kleinen Fischen, Amphibien und anderen Wassertieren. Während die Jungstörche im Horst heranwachsen, sind die Eltern regelmäßig unterwegs, um ausreichend Nahrung für den Nachwuchs zu finden. Mit dem bevorstehenden Ausfliegen beginnt für die beiden Jungvögel nun ein neuer Abschnitt: Zunächst erkunden sie die Umgebung des Horstes, bevor sie später ihre Reise in die südlichen Überwinterungsgebiete antreten.
Nationalparkdirektor Christian Übl weist auf das geltende Weggebot im Nationalparkgebiet hin: "Der erfolgreiche Nachwuchs zeigt, wie wichtig störungsarme, naturnahe Rückzugsräume für empfindliche Arten sind: Schwarzstörche reagieren besonders während der Brutzeit sensibel auf Störungen. Der Horstbereich liegt abseits der öffentlich zugänglichen Wege, die Vögel nutzen dafür schwer zugängliche Seitentäler der Thaya. Mit etwas Glück können Besucherinnen und Besucher den Schwarzstorch dennoch beobachten - etwa wenn ein Vogel mit seiner imposanten Flügelspannweite von knapp 2 Metern über Hardegg gleitet oder im Fluss nach Nahrung sucht."
Auch abseits des Horstes ist der Sommer im Thayatal reich an tierischen Begegnungen. In der Thaya geht der Fischotter auf Beutefang, am Ufer hinterlässt der Biber seine Spuren, und über dem Wasser sind Eisvogel und Wasseramsel unterwegs. Viele dieser Tiere leben verborgen und lassen sich nicht auf Bestellung beobachten. Gerade darin liegt der Reiz eines Nationalparkbesuchs: aufmerksam unterwegs zu sein und wahrzunehmen, welche Geschichten sich entlang des Weges abspielen.
Eine Gelegenheit, das morgendliche Leben am Fluss kennenzulernen, bietet die Wanderung "Schwarzstorch im Morgengrauen" am Sonntag, 2. August, um 6.00 Uhr. Gemeinsam mit Nationalpark-Ranger Gerhard Gutkas führt die rund vierstündige Tour von der Aussichtswarte Umlaufblick über den Granitzsteig hinunter zur Thaya. In der ruhigen Morgenstimmung besteht mit etwas Glück die Möglichkeit, Schwarzstorch, Fischotter, Biber oder andere Nationalparkbewohner bei ihren ersten Aktivitäten des Tages zu beobachten.
20.07.2026
Anders als der weithin bekannte Weißstorch lebt der Schwarzstorch ausgesprochen zurückgezogen. "Seinen Horst errichtet er gut verborgen in alten, strukturreichen Wäldern, während er zur Nahrungssuche naturnahe Bäche, Flüsse, Tümpel und Feuchtlebensräume aufsucht. Im Thayatal findet der scheue Waldvogel diese Lebensräume auf engem Raum: ausgedehnte Wälder bieten geschützte Brutplätze, die Thaya und ihre Zuflüsse geeignete Nahrungsgebiete." freut sich Nationalpark-Ornithologe Robert Müllner über den Nachwuchs, den er in den letzten Wochen aus sicherer Entfernung beobachten konnte.
Vor allem in den frühen Morgenstunden suchen die Altvögel entlang der Thaya nach kleinen Fischen, Amphibien und anderen Wassertieren. Während die Jungstörche im Horst heranwachsen, sind die Eltern regelmäßig unterwegs, um ausreichend Nahrung für den Nachwuchs zu finden. Mit dem bevorstehenden Ausfliegen beginnt für die beiden Jungvögel nun ein neuer Abschnitt: Zunächst erkunden sie die Umgebung des Horstes, bevor sie später ihre Reise in die südlichen Überwinterungsgebiete antreten.
Nationalparkdirektor Christian Übl weist auf das geltende Weggebot im Nationalparkgebiet hin: "Der erfolgreiche Nachwuchs zeigt, wie wichtig störungsarme, naturnahe Rückzugsräume für empfindliche Arten sind: Schwarzstörche reagieren besonders während der Brutzeit sensibel auf Störungen. Der Horstbereich liegt abseits der öffentlich zugänglichen Wege, die Vögel nutzen dafür schwer zugängliche Seitentäler der Thaya. Mit etwas Glück können Besucherinnen und Besucher den Schwarzstorch dennoch beobachten - etwa wenn ein Vogel mit seiner imposanten Flügelspannweite von knapp 2 Metern über Hardegg gleitet oder im Fluss nach Nahrung sucht."
Auch abseits des Horstes ist der Sommer im Thayatal reich an tierischen Begegnungen. In der Thaya geht der Fischotter auf Beutefang, am Ufer hinterlässt der Biber seine Spuren, und über dem Wasser sind Eisvogel und Wasseramsel unterwegs. Viele dieser Tiere leben verborgen und lassen sich nicht auf Bestellung beobachten. Gerade darin liegt der Reiz eines Nationalparkbesuchs: aufmerksam unterwegs zu sein und wahrzunehmen, welche Geschichten sich entlang des Weges abspielen.
Eine Gelegenheit, das morgendliche Leben am Fluss kennenzulernen, bietet die Wanderung "Schwarzstorch im Morgengrauen" am Sonntag, 2. August, um 6.00 Uhr. Gemeinsam mit Nationalpark-Ranger Gerhard Gutkas führt die rund vierstündige Tour von der Aussichtswarte Umlaufblick über den Granitzsteig hinunter zur Thaya. In der ruhigen Morgenstimmung besteht mit etwas Glück die Möglichkeit, Schwarzstorch, Fischotter, Biber oder andere Nationalparkbewohner bei ihren ersten Aktivitäten des Tages zu beobachten.
20.07.2026

