Frag den Nationalpark

Nationalpark Thayatal im Frühlingskleid, Umlaufberg, Flussmäander, Headerbild für Aktuelle Nachrichten.
"Könnte es sich um Trüffel handeln?", fragte sich ein Pleißinger. Die runde, knollenförmige Gestalt der Pilze, die er im Wald entdeckt hatte, brachte ihn auf diesen Verdacht.
Andernorts in der Nationalparkregion - etwas früher am selben Tag - bekam ein Hausbewohner Besuch von einer Schlange. "Welche könnte es sein und wie am besten vorgehen?"


Im Zweifelsfall beim Nationalpark Thayatal nachfragen! Die Nationalparkverwaltung hat stets ein offenes Ohr für biologische Anliegen, kann rasch helfen und mitunter sogar selbst von den wertvollen Mitteilungen aus der Bevölkerung profitieren. So konnte etwa geklärt werden, woran ein tot aufgefundener Fischotter gestorben war. Federfunde lieferten den Beweis für die Präsenz des Seeadlers im NP Thayatal. Und die Alpenfledermaus konnte in Niederösterreich neu nachgewiesen werden.
Bei der vorübergehend häuslich gewordenen Schlange gab es jedoch Entwarnung. Keine neue Art ;) Aber auch kein Grund zur Sorge für den Bewohner. Eine kleine Ringelnatter hatte sich wohl "verlaufen" bzw. eher verschlängelt, wurde von NP Thayatal Mitarbeiter Christian Übl geborgen und - in großzügiger Entfernung von der Siedlung - wieder in die Freiheit entlassen.



Die vermeintlichen Trüffel waren dagegen nicht ganz so leicht dingfest zu machen. Der Querschnitt passte nicht zum typischen Bild eines Trüffels. Pilzforscher Alexander Urban von der Universität Wien konnte schließlich die Antwort geben: Hypoxylon polymorpha oder - leichter verständlich - die Vielgestaltige Holzkeule versteckte sich hinter dem fraglichen Pilz. Im Gegensatz zum schmackhaften Trüffel ist die an Baumstrünken lebende Holzkeule allerdings keine Gaumenfreude.



Aber eine weitere Frage wäre damit geklärt. Habt auch ihr biologische Fragen oder etwas Spannendes beobachtet, dann meldet Euch einfach beim Nationalpark!

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