Wilde Ferien - Kinder brauchen Natur!

"Wilde Ferien. Das hört sich toll an und ist es auch", findet Josephine. Gemeinsam mit Raja, Anna, Ronja, Franzi und Ariadna kommt sie richtig ins Schwärmen, wenn sie von der Ferienwoche im Wildkatzen Camp erzählt: "Allein schon am Sonntag nach dem Ankommen der kleine Spaziergang und das Vorstellen mit schönstem Ausblick auf das Thayatal. Beim Zurückgehen plaudern und zum Abendessen Würstel vom Grill, herrlich! Aber plötzlich war es dunkel. Wahrscheinlich hatte das herannahende Gewitter den Stromausfall verursacht. Im Schein unserer Taschenlampen wurden wir zu Agenten. Aufgeregt wegen der bevorstehenden Woche, konnten einige bis 4 Uhr nicht einschlafen, Ehrenwort! Trotzdem waren wir am nächsten Tag frisch und munter."

Es braucht nicht viel Programm, die unmittelbare Natur mit all ihren Elementen alleine reicht aus, damit sich die Kinder wieder intensiv spüren und selbstbestimmte Spiele in einer nicht von Erwachsenen künstlich gefertigten Welt entwickeln. Nur zu oft sitzen Kinder vor dem Fernseher oder Computer, anstatt mit beiden Händen im Schlamm zu wühlen oder Baumhäuser zu bauen: "Bald nach dem Frühstück suchten wir einen Platz. Einen Platz, um einen Unterstand zu bauen! Unterwegs sahen wir viele kleine Unterstände, aber ich finde unserer war der beste. Er hatte nur noch kein fertiges Dach. Und keine Wände… Aber egal! Am Nachmittag wanderten wir an die Thaya zum Einsiedlerhaus. Wir sind dort sogar ins eiskalte Wasser gegangen, sind weiter oben reingesprungen und haben uns treiben lassen."

Unser Feriencamp soll die Kinder wieder dazu animieren, hinaus in den Wald zu gehen, die Umgebung selbst zu erkunden, zu forschen und alle Sinne zu nutzen. "Zuerst hatten wir uns aus dem Tümpel Schlamm geholt und die Asche des Feuers vom Vortag in Wasser zerstoßen. Dann rieben wir uns mit beidem ein und das Ergebnis war lederne, braune Haut mit dunklen Ascheflecken. Dann in den Wald. Eine Gruppe behängte sich nach dem Einschmieren mit Zweigen und Gras und versteckte sich. Die Kinder saßen auf Bäumen, andere in Büschen und wieder andere lagen einfach mit Laub bedeckt am Boden. Dann ging das Suchen los. Dank unserer Taktik hatten wir bald 7 Kinder gefunden."

Unsere Kinder erfuhren in den letzten Monaten große Einschränkungen. Im Brennpunkt zwischen Distance Learning, Digitalisierung und bedrohlichen Zukunftsperspektiven sind gemeinsame Aktivitäten in der Natur von großer Bedeutung. "Nach dem Abendessen begann im Camp ein Feuerworkshop. Zuerst holten wir Rinde und Holz und dann spalteten wir dieses gefühlt zwei Stunden lang. Und wir schafften es wirklich, das Feuer gemeinsam anzuzünden! Leider konnten wir doch nicht wie vorgehabt mit dem Teleskop Planeten und Sterne beobachten, weil es bewölkt war. Also ab ins Bett, aber geschlafen haben wir noch lange nicht. Quatsch machen stand bei uns auf dem Programm, und das taten wir dann auch!"

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