Rückblick Nationalparkforum

Nationalpark Thayatal im Frühlingskleid, Umlaufberg, Flussmäander, Headerbild für Aktuelle Nachrichten.

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Fokus - Reger Austausch beim Nationalparkforum

Wie zufrieden sind wir? Oder muss die Frage viel mehr lauten: "Wie zufrieden sind unsere Besucher:innen?"

Diese und andere Fragen zu den Einstellungen zum Nationalpark Thayatal stellte ein Team vom Institut für Geographie und Regionalforschung der Universität Wien. Die Ergebnisse der im Sommer 2022 durchgeführten Besucherbefragung präsentierten Univ. Prof. Norbert Weixlbaumer und Klemens Jeitler am diesjährigen Nationalparkforum im Nationalparkhaus: "Ziel war es, die Wahrnehmung der Besucher:innen des Nationalparks besser kennen und verstehen zu lernen und so dem Management des Nationalparks Hinweise für die weitere Arbeit geben zu können."

Zu unserer Zufriedenheit bekam der Nationalpark gutes Feedback und eine Durchschnittsnote von 1,5. Beinahe 95 % der 400 Befragten gaben dem Nationalpark die Noten 1 und 2 und fast 90 % der möchten auch wiederkommen. Verblüffend war, dass viele der Befragten den Nationalpark Thayatal nicht als grenzüberschreitendes Schutzgebiet wahrnehmen. Auch fürs Publikum war dieses Thema interessant und es gab zahlreiche Wortmeldungen dazu. Hier besteht jedenfalls "Luft nach oben", um den grenzüberschreitenden Charakter und die gemeinsamen Aktivitäten der Nationalparks Thayatal und Podyjí noch weiter ins Bewusstsein der Gäste zu rücken.

Direktor Christian Übl und David Freudl berichteten im Anschluss über die neue Brücke beim Einsiedler und die Erfolge der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Denn entgegen der Wahrnehmung der befragten Wanderer wurden viele gemeinsame Aktivitäten gesetzt. Hardegg spielt bei der Anzahl der umgesetzten Interreg-Projekte in einer Liga mit Großstädten wie Linz. Herausragend ist die Umsetzung einer Hängebrücke von Österreich über die Thaya nach Tschechien. Die Brücke wird im Design der bereits bestehenden Hängebrücken in Tschechien umgesetzt. Die Fertigstellung der Brücke ist bis Ende des Jahres geplant. "Durch diese Brücke wird das gemeinsame Schutzgebiet des Thayatals auch beim Wandern grenzüberschreitend erfahrbar," freut sich Direktor Übl auf den neuen Rundwanderweg, der 2023 beide Nationalparks verbinden wird. Dass eine Brücke über die Staatsgrenze realisiert werden kann, zeugt nicht nur von einer guten Zusammenarbeit zwischen den beiden Nationalparks. Der Nationalpark schätzt auch die gute Zusammenarbeit mit der Stadtgemeinde Hardegg.

Zum Abschluss berichtet Bürgermeister Friedrich Schechtner über Neuigkeiten und Planungen in der Stadtgemeinde und über Möglichkeiten für Landwirte im Rahmen von ÖPUL einen Beitrag zur Verbesserung der Artenvielfalt auf bestimmten Flächen leisten zu können.

Anschließend erfolgt der gemütliche Teil des Abends. Bei Bio-Wein und Broten von Weinkutscher Stefan Reinthaler finden interessante Gespräche und reger Austausch statt.

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