Nationalpark Thayatal

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Wiesen, Heiden & Trockenrasen


Natur | Naturraummanagement
 

Bunte Vielfalt: Wiesen, Heiden und Trockenrasen im Nationalpark Thayatal




Kleines Knabenkraut
Kleines Knabenkraut
Kleines Knabenkraut

Wiesen



Im Nationalpark kann sich die Natur ohne Eingriffe des Menschen entwickeln. Land- und forstwirtschaftliche Nutzungen sind nicht möglich. Bei den Wiesen gibt es allerdings eine Ausnahme. Nur durch die regelmäßige Mahd bleibt dieser Lebensraum erhalten, wird ein Zuwachsen verhindert. Aus diesem Grund wurden die Wiesenflächen als Managementzone ausgewiesen, wodurch die zur Erhaltung der Lebensgemeinschaft oder Artenvielfalt erforderlichen Nutzungen möglich werden.

Im Nationalpark Thayatal gibt es ca. 63 ha Wiesen und Wiesenbrachen. Die meisten davon liegen auf schmalen Streifen neben Thaya oder Fugnitz. Die Lebensräume sind jedoch sehr unterschiedlich gestaltet. Je nach Feuchtigkeit und Nährstoffversorgung wird zwischen Feuchtwiesen, Fettwiesen, Magerwiesen und extensiven Trockenwiesen unterschieden. Sie beherbergen eine große Vielfalt an Blütenpflanzen, Heuschrecken, Schmetterlingen und anderen Insekten.


Empfehlungen zum Management der Wiesen [PDF]
 

Traditionelle Wiesenmahd
Bäuerin bei traditioneller Wiesenmahd
Traditionelle Wiesenmahd
Damit die besondere Artenvielfalt erhalten bleibt, wurde für jede Wiese ein Pflegeplan erstellt. Grundsätzlich gilt:
  • Düngung der Wiesen, Kalken und Ausbringen von Pestiziden ist nicht gestattet.
  • Einmalige Mahd von Magerwiesen, zweimalige Mahd von klassischen Fettwiesen
  • Frühester Mähzeitpunkt ist der 15. Juni, bei einmaliger Mahd der 1. Juli.
  • Ein Fünftel der Wiese bleibt bei der ersten Mahd stehen, kann jedoch bei der zweiten Mahd mitgemäht werden. Diese Fünftel wechselt jedes Jahr! Dadurch bleibt die Wiese als Nahrungsgrundlage und Versteckmöglich auch direkt nach der Mahd erhalten.

Pflegeauflagen Wiesen [PDF]
 

Trockenrasen am Umlaufberg
Trockenrasen am Umlaufberg
Trockenrasen am Umlaufberg

Trockenrasen



Die Trockenrasen des Thayatales sind die wertvollsten Lebensräume mit zahlreichen seltenen Tier- und Pflanzenarten. Auf den steilen Hängen sind die Böden nur sehr dünn ausgebildet, das Wasser rinnt schnell ab und kann kaum gespeichert werden. Außerdem sind die steilen Südhänge fast den ganzen Tag über der Sonne ausgesetzt, hohe Temperaturen und Trockenheit sind die Folge. Kein Wunder, dass hier Bäume nicht mehr existieren können. Trotz des Nährstoff- und Wassermangels sind die Trockenrasen im Thayatal außerordentlich vielfältig und bunt. Färberkamille, Bunte Schwertlilie, Wiesen-Küchenschelle und Diptam bringen trotz der Trockenheit eindrucksvolle Blüten hervor. Als besondere Rarität gelten das Hohe Perlgras und das Weichhaarige Federgras. Das einzige österreichische Vorkommen dieser Pflanzen befindet sich im Nationalpark Thayatal.
 

Bunte Schwertlilie
Bunte Schwertlilie
Bunte Schwertlilie
Zahlreiche Trockenstandorte des Thayatals sind durch frühere Beweidung mit Schafen oder Ziegen entstanden. Diese "sekundären" Trockenrasen neigen dazu zuzuwachsen. Um das Verschwinden dieser seltenen Lebensräume zu verhindern, werden die Flächen durch Entbuschungen und Pflegemahd offen gehalten. Im Gegensatz dazu bedürfen die primären Trockenrasen keiner Pflege.


Empfehlung Management Trockenrasen [PDF]