Nationalpark Thayatal

Nationalparkhaus
2082 Hardegg
Österreich

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Blick vom Rabenfelsen auf die Thaya mit Bunter Schwertlilie im Vordergrund
 
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Der Nationalpark


 

Der Nationalpark Thayatal



Am 1. Jänner 2000 wurde der Nationalpark Thayatal Wirklichkeit. Seither bemüht sich die Nationalparkverwaltung mit Erfolg, dieses Gebiet so zu betreuen und zu fördern, dass sich die Natur, ihren eigenen Gesetzen folgend und ohne menschliche Eingriffe, entwickeln und entfalten kann. Und das alles gemeinsam mit dem tschechischen Nachbarn Nationalpark Podyjí, grenzüberschreitend. 2012 wurde der Nationalpark erstmals erweitert.

Es ist ein eindrucksvolles Tal, das Thayatal, mit steilen Felswänden und sanften Wiesen, mit natürlichen Laubwäldern und einer faszinierenden Tierwelt. Dort, wo wirtschaftliche Eingriffe Spuren hinterlassen haben, wo an ungeeigneten Standorten Nadelhölzer gepflanzt wurden, versuchen die Nationalparkmitarbeiter, heimische Baumarten zu fördern. In anderen Bereichen wird lediglich beobachtet, wie sich Vegetation und Tierwelt weiter entwickeln. Forschung ist eine wichtige Aufgabe der Nationalparks, weil daraus in Langzeitbeobachtungen Rückschlüsse auf die natürlichen Prozesse gewonnen werden können.
Nationalparkbetreuer mit Besuchergruppe
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Natur erleben im Nationalpark Thayatal
 

Das Werden eines Nationalparks



Ein Nationalpark, auch der im Thayatal, ist ein langfristiges Projekt. Noch sind Spuren von Nutzungen zu sehen. Bei den natürlichen Waldbeständen gibt es noch einheitliche Altersklassen, und die Tiere haben noch nicht gänzlich die Scheu vor den Besuchern verloren. Natur denkt in Jahrhunderten und braucht Geduld.

Diese Geduld müssen auch Besucher aufbringen, wenn sie den Schwarzstorch beobachten, den Fischotter finden oder die Würfelnatter beim Sonnenbad sehen wollen. Trotzdem ist der Nationalpark eine wahre Schatztruhe der Natur, die es zu entdecken gilt. Besonders den jungen Besuchern seien diese Entdeckungsreisen ans Herz gelegt, denn sie haben die besten Chancen, das Werden eines Nationalparks zu verfolgen. Wer einmal mit einer Schulgruppe unterwegs war und deren Eifer bei der Entdeckungsreise in die Geheimnisse der Natur beobachtet hat, der weiß, wie sehr Nationalparks begeistern können. Sie sind wirklich das größte Freilandlabor Österreichs.

Sie finden auf dieser Homepage Überblicke über Natur und Angebote, aber auch Details zu dem, was es zu entdecken gibt. Nehmen Sie sich Zeit zu einer virtuellen Reise in den Nationalpark Thayatal und vielleicht schon bald zu einer realen Reise in das zauberhafte Tal an der Grenze.
Blick vom Überstieg am Umlaufberg auf die Thayamäander
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Blick vom Überstieg am Umlaufberg auf die Thayamäander
 

Nationalparks - Eine Idee setzt sich durch



Der Geburtsort der Nationalparks war der Kongress in Washington D.C., die Geburtsstunde im Jahr 1872. Als damals die Abgeordneten die Errichtung des Yellowstone Nationalparks beschlossen, konnten sie nicht ahnen, welche Auswirkungen diese Idee haben würde.

Der erste und älteste Nationalpark der Welt wurde zum Nationalpark schlechthin, eine Erfolgsstory begann. Rund 150 Länder haben seither fast 4000 Gebiete mit rund 4,5 Mio. km2 zu Nationalparks erklärt (World Conservation Monitoring Centre UNEP-WCMC, 2003). Im Vergleich zu den Vereinigten Staaten kam Europa spät zu seinen ersten Nationalparks. Erst 1909 wurde in Schweden die Errichtung der ersten Nationalparks beschlossen. Wie weit verbreitet die Idee aber bereits war, zeigt die Tatsache, dass der Österreichische Alpenverein im selben Jahr den "Österreichischen Verein Naturschutzparks" gründete, der sich den Schutz der Alpenlandschaft und die Errichtung eines Nationalparks zum Ziel gesetzt hatte.

Dass erst 1971 in der Erklärung von Heiligenblut der politische Wille zur Errichtung des Nationalparks Hohe Tauern zum Ausdruck gebracht wurde, zeigt, wie umstritten die Errichtung von Nationalparks auch in Österreich ist. Nationalparks kamen, so wie andere Naturschutzprojekte, gar zu oft in den Ruf Verhinderungsprojekte wirtschaftlicher Entwicklung zu sein. Aber sind sie das wirklich?