Nationalpark Thayatal

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Nationalpark Thayatal
 
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Woche der Artenvielfalt - Zusätzliche 1,5 Mio. Euro für Biodiversität und Artenvielfalt in österreichischen Nationalparks


Nationalpark Thayatal | Aktuelles


Bei einem Besuch im Nationalpark Donau-Auen kündigte Bundesministerin Leonore Gewessler gemeinsam mit Direktorinnen und Direktoren mehrerer österreichischer Nationalparks finanzielle Unterstützung zum Erhalt der österreichischen Naturschutzräume an.

Das Klimaschutzministerium (BMK) stellt 1,5 Millionen Euro für die österreichischen Nationalparks zur Verfügung, um einerseits Einbußen abzufangen und andererseits gezielt Nationalparkprojekte im Sinne der Artenvielfalt zu fördern. Durch die Corona-Krise fehlt es den Nationalparks an wichtigen Einnahmequellen (Besuche, Führungen und Schulprogramme), die für die Auftragserfüllung von Naturschutz, Natur- und Umweltbildung und Forschung eingesetzt werden.

"Mit seinem Artenreichtum leisten die Nationalparks einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des österreichischen Naturerbes. Die österreichischen Nationalparks nehmen zwar nur 3 % der Landesfläche ein, vereinen jedoch die wichtigsten Naturräume des Landes: vom tiefsten Steppensee über die Auwälder der Donau, den Schluchtwäldern des Thayatals bei Hardegg, die Bergwälder des Gesäuses und der Kalkalpen bis zu den höchsten Gipfeln im Nationalpark Hohe Tauern. Immer wieder entdecken wir neue Naturschätze, zuletzt konnten wir allein auf der Großen Umlaufwiese im Nationalpark Thayatal 43 verschiedene Heuschreckenarten nachweisen" verweist Nationalparkdirektor Christian Übl auf die Bedeutung der österreichischen Nationalparks.

Mit dem Nationalpark Donau-Auen in Wien und Niederösterreich, Gesäuse in der Steiermark, Kalkalpen in Oberösterreich, Thayatal in Niederösterreich, Hohe Tauern in Salzburg, Tirol und Kärnten sowie dem Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel im Burgenland gibt es österreichweit sechs großflächige Schutzgebiete, wo besonders wertvolle Naturräume erhalten werden und für heutige und künftige Generationen erhalten bleiben sollen.
18 der 21 heimischen Amphibienarten (86 Prozent), 12 von 14 Reptilienarten (86 Prozent), 95 von 104 Säugetierarten (91 Prozent) und 2275 der heimischen Gefäßpflanzen (72 Prozent) haben ihren Lebensraum unter Anderem in den Nationalparks. Immer wieder machen Forscher überraschende Entdeckungen, welche den Reichtum des österreichischen Naturerbes unter Beweis stellen. Erst kürzlich wurde das Pyramidenmützenmoos und Spitzmützenmoos im Thayatal wiederentdeckt, beide galten als ausgestorben.
Wieder eingeschränkt geöffnet

Im Osten und in der Mitte Österreichs haben Besucherzentren der Nationalparks seit letztem Wochenende zum Teil eingeschränkt geöffnet und auch Führungen und Aufsichtsdienste finden statt. Unter Federführung des Nationalparks Donau-Auen wurde gemeinsam mit der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik und dem Umweltdachverband ein Konzept für kontaktlose Führungen in Kleingruppen erarbeitet. Der Hochgebirgsnationalpark Hohe Tauern startet witterungsbedingt Ende Mai mit der Öffnung von ersten Besucherzentren und ersten Rangertouren. Gerade in einem Jahr, das durch die Coronakrise schwierig ist, will das BMK auch dabei helfen, dieses Angebot der Nationalparks gut zu vermitteln, mit dem Österreich in seiner Artenvielfalt neu entdeckt werden kann.

Informationen rund um die österreichischen Nationalparks finden Sie unter www.nationalparksaustria.at

Fotos: BMK/Cajetan Perwein