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30 Jahre Fall des Eisernen Vorhangs: Gedenkveranstaltung an der niederösterreichisch-tschechischen Grenze


Nationalpark Thayatal | Aktuelles


© NLK Filzwieser
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Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, der tschechische Außenminister Tomáš Petříček, Außenminister Alexander Schallenberg und der Kreishauptmann von Südmähren, Bohumil Šimek, besuchten gemeinsam die Reste des einstigen Eisernen Vorhangs bei Cizov.

"Der Fall des Eisernen Vorhangs ist ein historisches Ereignis gewesen, das den gesamten Kontinent und auch Niederösterreich nachhaltig verändert hat. Niederösterreich hat es verstanden, dieses historische Ereignis zu nutzen", sagte heute, Freitag, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner an der niederösterreichisch-tschechischen Grenze bei Hardegg. Auf der Thaya-Brücke zwischen dem sudmährischen Cizov und dem niederösterreichischen Hardegg fand heute aus Anlass des 30. Jahrestages der Beseitigung des Eisernen Vorhangs an der Grenze zwischen Österreich und der damaligen Tschechoslowakei eine Gedenkveranstaltung statt. Gemeinsam besuchten Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, der tschechische Außenminister Tomáš Petříček, Außenminister Alexander Schallenberg und der Kreishauptmann von Südmähren, Bohumil Šimek, die Reste des einstigen Eisernen Vorhangs bei Cizov.

"Der heutige Tag steht ganz im Zeichen der Nachbarschaft und der Freude, des Respekts und der Ehrfurcht", so Mikl-Leitner. Die Grenzregion sei heute verbunden durch Natur, Straßen, Rad- und Wanderwege. "Niederösterreich wurde zum Tor in das neue, größere Europa und schrieb eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht", betonte die Landeshauptfrau. Das Miteinander sei wie auch Friede, Freiheit und Demokratie jedoch keine Selbstverständlichkeit und müsse immer wieder aufs Neue erarbeitet werden. Umso wichtiger sei es "alles zu tun", um am gemeinsamen Europa weiterzubauen. Die Landeshauptfrau sprach sich dafür aus, den Westbalkanstaaten den Weg in die Europäische Union zu ermöglichen und sie dabei zu unterstützen.

Außenminister Alexander Schallenberg bezeichnete den Eisernen Vorhang als "Grenze des Schmerzes", zwei Regionen mit einer langen gemeinsam kulturellen und wirtschaftlichen Geschichte wären damit über Jahrzehnte getrennt gewesen. Das Jahr 1989 sei eine "menschliche Sternstunde" gewesen, diesen Mut und diese Weitsicht brauche es auch heute. Schallenberg sprach sich ebenfalls für die Aufnahme der Westbalkanstaaten in die EU aus, damit könnte der "letzte Akt der Trennung beendet werden".

Der Eiserne Vorhang habe zwei Welten getrennt, so der tschechische Außenminister Tomáš Petříček und erinnerte an die Durchtrennung im Jahr 1989, an die Aufhebung der Visa-Pflicht und die funktionierende Partnerschaft mit Österreich und Niederösterreich. In den vergangenen 30 Jahren habe man ein "großes Stück" zurückgelegt. Die Zukunft hänge davon ab, was "wir gemeinsam schaffen".

Für Bohumil Šimek, Kreishauptmann von Südmähren, hat der Eiserne Vorhang das getrennt, "was über Jahrhunderte zusammengehört hat". Er dankte Niederösterreich für die intensiven internationalen Beziehungen zu Südmähren.
Hier geht es zum Bericht der NÖN