Nationalpark Thayatal

Nationalparkhaus
2082 Hardegg
Österreich

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F +43 (0) 2949 / 7005 - 50

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www.np-thayatal.at


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Blick vom Rabenfelsen auf die Thaya mit Bunter Schwertlilie im Vordergrund
 
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Eckdaten


Der Nationalpark
 

Wichtige Kennzahlen




Übersichtskarte
Übersichtskarte der Nationalparks Thayatal und Podyjí
Übersichtskarte

Lage und Größe



Der österreichische Teil des Nationalparks umfasst 1.360 ha,
1.231 ha sind Naturzone, auf 106 ha Naturzone mit Management werden Eingriffe zum Schutz des Ökosystems gestattet. Die Außenzone beträgt 23 Hektar. Der tschechische Národní Park Podyjí ist 6.260 ha groß, 2.220 ha sind Kernzone, 2.260 ha Pflegezone und 1.780 ha Außenzone.

Die Thaya bildet auf 25 km Flusslänge die gemeinsame Staatsgrenze. Allerdings weicht die Flusslänge extrem von der Luftlinie ab. Diese beträgt nämlich nur 10 km.
 

Stausee und Kraftwerk Vranov
Stausee und Kraftwerk Vranov
Stausee und Kraftwerk Vranov
Der Národní park Podyjí erstreckt sich zwischen Vranov und Znojmo auf einer Flusslänge von 45 km. Oberhalb der Stadt Vranov liegt ein Speicherkraftwerk, dessen Betrieb ein ökologisches Problem darstellt. Bei den täglichen Schwallspitzen steigt der Durchfluss von mind.
1 m³/sec auf 30 - 45 m³/sec an. Ein kleinerer Stausee oberhalb Znojmo wird zur Trinkwasseraufbereitung für die 45.000 Einwohner der Stadt genutzt.

Auf der österreichischen Seite ist die Stadt Hardegg die einzige Ortschaft im Nationalpark Thayatal. Mit ihren rund 80 Einwohnern ist die Katastralgemeinde Hardegg die kleinste Stadt Österreichs.


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Bunte Laubwaldvegetation
Bunte Laubwaldvegetation
Bunte Laubwaldvegetation

Vielfalt



Der Nationalpark Thayatal liegt an einer ausgeprägten Klimagrenze. Während vom Osten her das trockene pannonische Klima wirkt, dominiert auf den Hochflächen des Waldviertels das feuchte atlantische Klima. Deshalb vermischen sich im Nationalpark kontinental- und mitteleuropäische Flora und Fauna. Der Zauber des Thayatales bei Hardegg liegt in der besonders hohen Vielfalt verschiedener Pflanzen auf engstem Raum. Entlang der stark gewundenen Flussschlingen ändert sich die Exposition ständig, aber auch die geologischen Standortfaktoren sind kleinräumig differenziert. Das spiegelt sich im Pflanzenkleid wider. Insgesamt konnten in den beiden Nationalparks im Thayatal bisher
1.288 Pflanzenarten bestimmt werden. Im Vergleich dazu: in ganz Österreich gibt es deren 2.950.
 

Schwalbenschwanz auf Nektarsuche
Schmetterling Schwalbenschwanz auf Nektarsuche
Schwalbenschwanz auf Nektarsuche
Die Vogelwelt hat eine vergleichbare Vielfalt: immerhin konnten allein im österreichischen Teil über 100 Vogelarten nachgewiesen werden (in beiden Nationalparks über 150), fast 80 davon brüten im Thayatal. Und wenn die Störungseinflüsse weiter reduziert werden, dann könnte auch der Seeadler, bisher nur Wintergast, hier wieder brüten.

Eine aktuelle Studie bestätigt das Vorkommen von über
500 Flechtenarten, einige davon als Erstfunde in Österreich. Zu den mehr als 950 Schmetterlingsarten zählen viele Nachtfalter, die wenig auffällig sind. 20 Fledermausarten sind ein Indikator für die guten Umweltbedingungen, die diese Säugetiere hier vorfinden.
 

Wildkatze Carlo
Wildkatze Carlo
Wildkatze Carlo
Mittels DNA Analyse ist es 2007 gelungen, erstmals nach ca. 35 Jahren die Wildkatze in Österreich wieder nach zu weisen. Sie ist seither Gegenstand mehrerer, auch internationaler Projekte. Und sie ist der Beweis, dass sich Tiere auch wieder ansiedeln, wenn der Lebensraum geeignet und entsprechend geschützt ist.