Nationalpark Thayatal

Nationalparkhaus
2082 Hardegg
Österreich

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Forschung


Natur
 

Forschung im Nationalpark Thayatal - Wissen für künftige Generationen



Vorrangige Naturschutzaufgabe im Nationalpark Thayatal ist es, die ungestörte Dynamik der Lebensgemein¬schaften zu fördern. Daneben dient der Nationalpark auch dem Arten- und Ökosystemschutz. Ziel ist es, eine standorttypische und vielfältige Tier- und Pflanzenwelt für zukünftige Generationen zu erhalten. Dies ist nur durch den Schutz vor anthropogenen Störungen, die Verbesserung der Lebensraumqualität und den Schutz vor ungewollten natürlichen Entwicklungen (z.B. Einwanderung von Neophyten) möglich.

Die Schwerpunkte der Nationalparkverwaltung im Naturschutz sind:
  • die Erhebung der biologischen Vielfalt (Biodiversität)
  • die Umsetzung der Managementmaßnahmen unter der Berücksichtigung der Lebensraumansprüche der Tier- und Pflanzenarten
  • die Ausweisung von Ruhezonen und effiziente Kontrolle der Einhaltung des Wegegebotes
  • Neophytenmanagement
  • die Durchführung von Artenschutzmaßnahmen und Mitwirkung bei Artenschutzprogrammen
Mitarbeiter beim Bestücken der Lockstöcke zur Wildkatzenerhebung
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Bestücken der Lockstöcke (Wildkatzenerhebung)
 
Durch die Intensivierung der Land- und Forstwirtschaft sind in Mitteleuropa zahlreiche Tier- und Pflanzenarten in ihrer Existenz bedroht, viele naturnahe Lebensräume wurden großflächig zerstört. Aufgrund des strengen Eingriffverbotes bleibt die Natur im Nationalpark vom Menschen nahezu unbeeinflusst. Nationalparks dienen daher auch als Beispiel- und Vergleichsflächen, die zeigen, wie sich Natur und Landschaft ohne Nutzung entwickeln.

Aus der Untersuchung von Prozessen und Regelungsmechanismen in wenig gestörten Ökosystemen lassen sich Erkenntnisse für ungenützte Ökosysteme wie auch für wirtschaftlich genutzte Bereiche außerhalb des Nationalparks ableiten und die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Natur erkennen.
Fischer bei der Elektrobefischung der Thaya
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Elektrobefischung der Thaya
 

Forschungsschwerpunkte



Viele der erarbeiteten Studien dienten der Erhebung von Grundlagen für das Naturraum-Management. Um die Entwicklung der Lebensgemeinschaften und Artenausstattung beurteilen und den Erfolg der durchgeführten Managementmaßnahmen darstellen zu können, werden Langzeit-Beobachtungen (Monitoring) in Form von periodischen Folgeuntersuchungen durchgeführt.

Diese Arbeiten geben bereits einen Überblick über die naturräumliche Ausstattung des Nationalparks. Aktuell liegt der Schwerpunkt bei der Erfassung der Biodiversität des Nationalparks. Detaillierte Untersuchungen liefern Informationen über das Arteninventar und die Faktoren, welche für die hohe Biodiversität verantwortlich sind.
Mitarbeiter bei der vegetationsökologischen Kartierung
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Vegetationsökologische Kartierung
 

Aktuelle Forschungsprojekte


  • Aculeate Hymenopteren des Nationalparks Thayatal (seit 2007)
  • Kartierung der Reptilienfauna des Nationalparks Thayatal an ausgewählten Standorten unter besonderer Berücksichtigung der Würfelnatter (Natrix tessalata) und der Smaragdeidechse (Lacerta viridis) (seit 2008)
  • Ornithologisches Monitoring (seit 2008)
  • Naturschutzfachliche Begutachtung der Wiesen im Nationalpark Thayatal (seit 2008)
  • Populationsmonitoring ausgewählter floristischer Besonderheiten im Nationalpark Thayatal (seit 2008)
  • Wildkatzenerhebung mittels Lockstöcke und Fotofallen (seit 2007)
Mitarbeiterin beim Vermessen der Edelkrebse
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Vermessen der Edelkrebse
 

Zum Nachlesen



Kurzfassungen der abgeschlossenen Forschungsprojekte können Sie unter Downloads herunterladen: